Dokumentation, 68 Min.
Der Wald ist mehr als nur eine Ansammlung von Bäumen; er ist ein lebendiges Ökosystem, das uns seit Jahrtausenden begleitet, inspiriert und geprägt hat.
Für viele von uns hat der Wald eine tief verwurzelte Bedeutung. Er ist Teil unserer Kultur, unserer Geschichte, unserer Märchen und Sagen. Der Wald ist das „grüne Herz“ unserer Identität, eine Quelle der Inspiration und ein Ort der Zuflucht. Doch die romantische Vorstellung vom unberührten Märchenwald verbirgt eine harte Realität. Unsere Wälder sind größtenteils Forstflächen, kultiviert für die Holzwirtschaft, dominiert von Monokulturen wie Kiefer und Fichte.





In den letzten Jahren haben Trockenheit, Borkenkäfer und Brände unseren Wäldern stark zugesetzt. Die Klimaerwärmung spielt eine große Rolle, aber sie ist nicht der einzige Übeltäter. Eine seit 300 Jahren bestehende Forstpolitik, die auf Monokulturen setzt, und der stetig steigende Holzbedarf tragen ebenfalls zur Misere bei. Der Wald, so scheint es, funktioniert nicht mehr so, wie er sollte.
Protagonisten und ihre Mission
„Das kahle Herz“ erzählt die Geschichte von Waldbesitzern und porträtiert unter anderem das engagierte Försterehepaar Grit und Hans Leeder, die ihre Reviere im südthüringischen Leutenberg nahe des Hohenwartestausees verwalten. Ihre Mission ist es, den Waldumbau aktiv voranzutreiben und die ökologische Gesundheit des Waldes zu erhalten. Mit einem hohen Anteil an Kleinprivatwald, der durch Fichten- und Kiefernbestände dominiert wird, übernehmen sie nicht nur die Verantwortung für die Bewirtschaftung ihres Waldgebiets, sondern beraten auch andere Waldbesitzer, Holzunternehmen und Interessengruppen in Fragen der nachhaltigen Forstwirtschaft.
Eine Botschaft der Hoffnung und Verantwortung
Der Film zeigt Menschen, die sich den Veränderungen stellen, ihre Liebe zur Natur bewahren und gleichzeitig nach neuen Wegen suchen, um die Zukunft des Waldes zu sichern. Er lädt das Publikum dazu ein, über den eigenen Beitrag zur Bewahrung unserer Umwelt nachzudenken und zeigt, wie Einzelpersonen einen bedeutenden Unterschied machen können.
Der Film vermittelt die Notwendigkeit des Waldumbaus und inspiriert Waldbesitzer und die breite Öffentlichkeit, aktiv an der Erhaltung und Weiterentwicklung unserer Wälder mitzuwirken. Er ruft dazu auf, die Verantwortung für die Umwelt zu übernehmen und gemeinsam nachhaltige Lösungen für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu finden.
REGIE, SCHNITT & TON: Stephan Witthöft, KAMERA: Torsten Backofen, Martin König
Stephan Witthöft, Thomas Pöschmann, Sven Dietrich, PRODUKTIONSLEITUNG: Mirko Hempel, MUSIK: Jörg Wolschina, TONMISCHUNG: Kevin Jahnel, SPRECHER: Fritz Stavenhagen, Lyrik: Juliane Witthöft, UNTERTITEL: Saskia Podzimek & Louis de Robert Hautequere
EINE PRODUKTION DER: Friedrich-Ebert-Stiftung Landesbüro Thüringen & Liquid Films










